Augenhöhe


Egal was sie uns erzählt und versucht haben uns als Anarchie zu verkaufen, Anarchie ist und bleibt das Gegenteil der Hierarchie. Anarchie ist keine Staatsform, wie man uns so gern glauben machen möchte, und hat auch nichts mit diabolischem Chaos zu tun.

Chaos? Um wie viel schlimmer könnt ihr euch denn ein anarchisches Chaos vorstellen als das hierarchische, das wir alle schon kennen? Wer meint, es sei doch alles gar nicht so schlimm, der soll mal in Krisengebiete schauen, auch wenn wir das nur zu gern ausblenden, findet das alles im Jetzt und Hier statt! Und es wird von den Betroffenen durch die Bank weg als schlimm gesehen.

Der Grund, warum man seit jeher versucht uns positive Gedanken zum Thema Anarchie madig zu machen, ist der, dass wir alle in der Verganenheit Machtstrukturen brauchten, um uns zu den aktuellen Erkenntnissen darüber weiter entwickeln konnten, wie wir ohne diese auskommen können. Machtstrukturen bewirken, daß manche Dinge, Situationen oder Personen wichtiger sind als andere.

"Anarchie" wird gern auch als Herrschaftslosigkeit übersetzt,
"Fremdherrschaftslosigkeit" trifft es aber genauer.
Ein anarschischer Lebensstil begründet sich darin,
sein EIGENER "Herr" zu sein, und niemandes Anderen!

Es gibt sehr viele Menschen, die den Grundgedanken der Anarchie sympatisch finden oder sich selbst Anarchisten nennen. Auch wenn ich mich eins mit diesen Menschen fühle, nehme ich einen Unterschied in unserer Wahrnehmung wahr. Ich habe mit vielen selbsternannten Anarchisten gesprochen (ich nenne sie hier so, weil sie selbst sich so nennen) und habe dabei gemerkt, daß ihnen ein paar ganz wesentliche Erfahrungen fehlen, um wirkliche Anarchie zu begreifen.

Das Problem ist, daß wir Anarchie (Augenhöhe), aus einem hierarchischen System heraus gesehen, nun mal einfach nicht wahrnehmen können. Und in einem hierarchischen System befinden wir uns -besser gesagt: ein hierarchisches System befindet sich in uns, denn es ist nur in unserem Kopf, es ist unser Verhaltensstrickmuster- wenn wir irgendwas oder irgendwen (Menschen, Tiere, Pflanzen, Situationen, Dinge) für(un) wichtiger wahrnehmen als anderes. Auf Augenhöhe ist alles gleichermaßen gültig, alles gleich viel wert, alles gleich wichtig, alles EINS!

Auf den Zustand und die Erkenntnis der EINHEIT bewegen wir uns aber gerade alle erst kollektiv hin. Das bedeutet: Mit jeder einzelnen Zelle, die sich der "göttlichen", "universellen", "alles belebenden" Einheit (in sich und um sich herum) wieder bewußt wird und die sich so wieder als gleichwertige Zelle eines großen Organismus wahrnimmt, schwindet die Hierarchie der Anarchie. Anarchie brauchen wir nicht anzustreben oder zu erzwingen, wir können sie einfach leben, indem wir das große Ganze hinter all dem Detail des Lebens erkennen und uns selbst als einen Teil davon.

Und wer Angst vor Chaos hat, dem sei gesagt:
Wer Angst hat, der hat die Liebe vergessen.

Die Liebe ist eben genau diese Kraft, die alles zusammen hält. Außer bei Hierarchiepyramiden, die werden vom Gehorsam zusammen gehalten. Um die Hierarchie zu erhalten, ist den Herschenden der Gehorsam genauso wichtig, wie daß keiner versteht, was Anarchie eigentlich ist. Kämen wir darauf, würden alle den Gehorsam verweigern, die Pyramide würde zerbröseln, und alle Zellen darin sich auf Augenhöhe wiederfinden. Ganz natürlich. Und ganz ohne Chaos.


Was ich in diesem Bereich mache um der Allgemeinheit dienlich zu sein:
Augenhöhe vorleben. Denkanstöße geben, um entsprechende Gedankengänge in den Köpfen meiner Mitmenschen anzustoßen. Jeden Tag so gut ich kann, und ich bin durchaus selbst noch im Training! Es macht daher (im Moment auf jeden Fall noch) mehr Sinn, auf das zu achten was ich SAGE, da das was ich MACHE immer nur wiederspiegelt, wie gut "ICH", das was andere als "Jesus Urlauber (Bauchi)" kennen, von dem was ich sage weil es Sinn für mich macht auch umsetzen kann. Es ist nicht immer leicht, sich ungewohnt zu verhalten.

In Seminaren und Vorträgen, aber auch im ganz normalen Leben auf der Straße, in Parks und Wohnzimmern gehe ich diesem Training nach. Bei allem was ich mache, trainiere ich die Wahrnehmung der Augenhöhe. Und die Nutzung wirklicher Macht, die mensch auf Augenhöhe bekommt, eine Macht, durch die alles möglich wird, und die nicht auf Kosten anderer oder sich selbst geht.

Wer sich mal wirklich mächtig fühlen möchte,
sollte Anarchie leben statt Hierarchie.
Einfach mal ausprobieren!

Weitere Anregungen zum Thema über all das findest Du im Netz da, wo ich irgendwas veröffentlicht habe...