Die Kunst zu siegen OHNE zu kämpfen...


Interesse an Kampfkünsten war schon in meiner Jugend vorhanden. Wie es ausschaut war das aber nur dazu da, um mich zum TaiChi zu führen, denn ab da fand ich Kampfkünste (und Kampfsport mal eh) uninteressant. Ich durfte TaiChi als die Kunst des Ausweichens kennen lernen, des flüssigen und anstrengungslosen Bewegens.

Da ich aber so etwas wie ein Choreographie-Legastheniker bin, und mich immer schon schwer getan habe, mich nach Vorgabe "aus dem Bauch heraus" zu bewegen, riet mir eine Lehrerin, mein TaiChi einfach mit allem zu üben, was ich mache. Sie sagte, die Formen seien nur dazu da, um die fließende und lockere Art der Bewegung für den Alltag zu üben.

So entwickelte ich auch in diesem Bereich meinen ganz eigenen Stil, der mit den Formen von Wu, Yang oder WieseAlleHeißen nicht mehr viel zu tun hat, aber nicht weniger effektiv ist. Ich meistere dadurch nicht nur Extremsituationen, sondern vor allem den Alltag.

Vor allem definiere ich meine Art von TaiChi als eine innere "Kampfkunst", die es mir ermöglicht, Gefechte in mir selbst auszutragen und so immer der Gewinner zu sein, weil ich beide Seiten in mir selbst erkenne, bevor(!) sich der Kampf nach außen trägt und andere mit hinein gezogen werden.

So spiele ich statt zu Kämpfen, erkenne keinen Gegner mehr an, und übe mich so tagein/tagaus in der "Kunst zu Siegen ohne zu Kämpfen".

So stehe ich allen mit allem was ich an Erfahrung weiter geben kann zu Diensten, die gern auch ihren eigenen Stil entwickeln möchten. Es ist bei allem was man tut hilfreich, eine Technik zu kennen, mit der man es auch sinnig umsetzen kann.
Was ich dazu immer gern los werde:

Jeder kennt dieses Symbol. Meist unter dem Namen "Yin-Jang-Zeichen". Lustigerweise liest es sich aber "TaiChi". Und verbirgt etwas, das durch den oben genannten Namen völlig aus dem Fokus rutscht, nämlich eine exakte Karte, die den Mittelweg anzeigt.

Man glaubt gar nicht, wie oft am Tag man sich dieses Zeichen vor Augen hält, wenn man einmal erkannt hat, was man damit machen kann.. Es führt unsere Köpfe heraus aus der Dualität, und legt sie in unsere Hände, als obergeiles Werkzeug, mit dem man sich durch seine Wahrnehmung navigieren kann. Weitere Informationen sind eigentlich gar nicht nötg.. Es reicht anzufangen drüber nachzudenken, und den aufkommenden Gedanken einfach freien Lauf zu lassen...